MTB/planinci preko severne meje

Vse povezano z legalizacijo MTB.

MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Matko » 09 Maj 2014 18:56

Bergauf je uradno glasilo "avstrijske planinske zveze".
Prilagam dva članka iz aktualne številke.
Videlo bi se boljše, če bi bilo skenirano, ampak žal ni bilo možnosti.
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Matko
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Re: MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Thema » 10 Maj 2014 22:18

Clanek vsebuje moj najljubsi pojem, Wegefreiheit

Za translate primernejsa oblika:


Mountainbiken im Alpenverein

Sind wir nicht alle Bergsteiger?

Die Mountainbiker polarisieren im Sommer und gelten allgemein als die „Ungustln“ im alpinen und hochalpinen Raum. Ob dieses Bild durch die gern genannten „jungen Wilden“ oder einfach nur durch die langsame Adaption des Menschen an sich ändernde Begebenheiten entstand, ist schwer auszumachen. Es gibt klare gesetzliche Grundlagen, die oberhalb der Waldgrenze eine graue Färbung bekommen. Das Konfliktpotential ist groß und wird wohl – auch aufgrund der Sturheit und Voreingenommenheit aller Beteiligten – erhalten bleiben.

Rene Sendlhofer, Paul Mair, Maria Schag


Bergradfahren ist beileibe keine junge Sportart mehr. War das Rad einst ein reines Transportmittel (vgl. Buhl und seine legendäre Fahrt zum Badile) und aufgrund seiner technischen Schranken noch nicht so geländetauglich, erfüllt ein modernes Bike heute mehrere Funktionen – vom Fortbewegungsmittel bis zum Spaßgerät. Dass aber ambitionierte Bergsteiger schon immer mit dem Rad im Gebirge unterwegs waren, bezeugen viele Geschichten (siehe dazu
z. B. das Internet-Video „Sea of Rock“) oder zahlreiche Drahtesel auf diversen Felsgraten oder Routen – also auch schon früher Spaßgerät.

Wegefreiheit ist nicht selbstverständlich

Die Feststellung – der Weg gehört dem Wanderer – kann so eigentlich nicht stehenbleiben. Der Weg an sich hatte immer funktionellen Charakter, egal ob Völkerwanderung, Saumpfade, Transhumanz oder später auch touristische Nutzung. Viele Wege in den Alpen entstanden aufgrund der Bereitschaft und Notwendigkeit des Menschen, von A nach B zu wollen oder müssen. Doch auch diese „Freiheit“ – oder hierzulande im allseits beliebten Wort „Wegefreiheit“ gekapselt – war nicht immer selbstverständlich. Die Entstehung des Forstgesetzes war ein langwieriger Prozess und nur durch den Einsatz der alpinen Vereine und des Tourismus ist es uns Wanderern (ja, auch wir wandern … wenn auch meist mit dem Rad auf den Schultern) seit 1975 gestattet, uns frei im Wald zu bewegen. Zuvor war der Wald, und somit ein Großteil der österreichischen Nutzfläche, für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung nach dem Krieg gedacht. Freizeit und Vergnügen hatten hier noch keinen Platz. Und wären die Biker damals schon zahlreicher gewesen, so würde das allgemeine Fahrverbot auf Forst- und Wanderwegen wohl eine Ausnahme für nichtmotorisierte Zweiräder beinhalten.

Mountainbiken ist naturverträglich

Ein vielfach angeführtes Argument ist, Biker würden erheblichen Flurschaden anrichten. Für die Radfahrer gilt wie für alle anderen: Auf den Wegen bleiben, keine Abschneider, keine Abkürzungen, nicht querfeldein. Dazu kommt speziell: kein Blockieren und „Radieren“ mit dem Hinterrad. Wer Brems- und Kurventechnik beherrscht, kann Trails sauber befahren, ohne Spuren zu hinterlassen, frei nach dem Motto „only leave your footprints“ oder Reifenabdrücke in unserem Fall. Somit kann Mountainbiken als gleich naturverträglich angesehen werden wie andere Bergsportarten. An dieser Stelle sollen sich alle aktiven Biker angesprochen fühlen: Geht mit gutem Beispiel voran. Speziell die Übungsleiter haben hier die Funktion eines Multiplikators und tragen dazu bei, die Spielregeln weiterzutransportieren.
Der Alpenverein beherbergt heutzutage viele Natursportler und vereint diese auch unter seiner Marke. Neben Alpin-, Sport- und anderen Kletterern auch Skitouris und eben Wanderer sowie Mountainbiker auf legalen und illegalen Pfaden. Lassen wir mal private Grundbesitzer, Wald- und Jagdpächter außen vor und bleiben bei uns in den eigenen Reihen – wäre es nicht angebracht, gegenseitiges Verständnis für unsere beidseitige Begeisterung für den Bergsport aufzubringen? Also, lieber Wanderer, Wegewart und auch Du – vielleicht „ratschen“ wir bei unserem nächsten Zusammentreffen auf einem Gipfel darüber, was uns wichtig ist in den Bergen. Du bringst uns deine Welt näher und wir zeigen dir, wie es ist, mit dem Rad am Gipfel zu stehen. Nur ein respektvolles Miteinander wird uns langfristig die Freude am Erholungsraum Berg sichern, ganz unabhängig davon, welchem Sport man sich verschrieben hat.

Soziale Kompetenz am Rad

Jene Übungsleiter Mountainbike, die in den letzten Jahren beim Alpenverein ihre Ausbildung absolviert haben, konnten bereits einen Weg des Miteinanders erleben. Shared Spaces am Berg sozusagen. Der möglichst konfliktfreie Umgang, mit Bikegruppen am Berg unterwegs zu sein, ist eine Anforderung, die an die angehenden Übungsleiter gestellt wird. Natürlich legt die Ausbildung noch auf weitere Aspekte ein Augenmerk, besonders die Kompetenz in der Leitung/Führung von Gruppen ist den Teilnehmern wichtig. Soziale Kompetenz am Rad also – klingt komisch, ist aber so. Methodik und Didaktik in der Vermittlung von fahrtechnischen Grundlagen kommt natürlich auch nicht zu kurz, als besonders wertvoll erweist sich immer der Diskurs von rechtlichen und versicherungstechnischen Gegebenheiten.

Fragen ans Ausbildungsteam

Ihr repräsentiert einen Teil des Ausbildungsteams Mountainbike beim Alpenverein. Würdet ihr mit uns ein paar Erfahrungen, Einsichten und Erlebnisse teilen?

@Paul: Mountainbiken ist mittlerweile ein Breitensport und er entfaltet sich in verschiedene Richtungen, was nicht immer konfliktfrei über die Bühne geht. Wie sind Begegnungen mit anderen Menschen am Berg, wenn du mit deinem Rad unterwegs bist?
In den meisten Fällen äußerst positiver Natur. Natürlich beinhalten positive Begegnungen auch manchmal kritische Fragen zur Sicherheit oder den Sinn und das ist auch gut so. Nur im Diskurs hat man die Chance, die Welt des anderen zu verstehen. Die negativen Begegnungen gibt es auch, diese sind aber selten und bauen meiner Ansicht nach auf Neid, Verunsicherung, Angst und Engstirnigkeit auf. Das ist mir dann egal, die Welt ist gut, so wie sie ist.

@Paul: Welche Voraussetzungen muss man deiner Meinung nach mitbringen, wenn man sich mit seinem Bike auch einmal zu einem Gipfel aufmachen möchte?
Kommt darauf an, ob man es hoch- und runtertragen will oder auch ein paar Meter fahren möchte. Vorweg gehört ein gutes Maß an Selbsteinschätzung und Risikobewusstsein für sich und andere. Dann braucht es noch eine Portion technische Skills und ein Rad, mit dem es auch Spaß macht.

@Paul: Mountainbiker die Fahrtechnikkurse buchen, tun das ja meist aus der Motivation heraus, möglichst nicht mehr absteigen und schieben/tragen zu müssen. Was hat dich dazu gebracht, genau das zu tun und dein Rad oft gleich für mehrere Stunden zu schultern?
Die ursprüngliche Idee – komplexe, verwinkelte Passagen auf Wegen zu befahren – bekam eine neue Dimension, als wir begannen, bekannte Gipfel mit dem Rad neu zu entdecken. Eingebunden in eine Gruppe motivierter Freunde kam das eine zum anderen und wir hatten unsere neue Herausforderung gefunden.

@Paul: Wie ist die Ausbildungssituation in Österreich?
Übungsleiter-, Guides- und Instruktorenausbildungen schießen wie die Pilze aus dem Boden. Der Bedarf an Kunden muss gedeckt werden. Eine rechtliche Grundlage für die Lehrinhalte gibt es kaum, hier ist Vorsicht geboten, bei wem man seine Ausbildung absolviert. Die ÜL-Ausbildung beim Alpenverein ist hier eine gute Wahl. Viele Anfragen erreichen uns, mit welcher Ausbildung man schließlich führen darf, auch gegen Entgelt. Dabei gilt einmal klar zu sagen – Bikeguide hat keinen Berufsschutz und wer sich dazu berufen fühlt, der kann es ganz einfach tun. Jeder ist dann gut beraten, wenn eine Ausbildung in irgendeiner Form vorgelegt werden kann. Die versicherungsrechtliche Deckung über den Alpenverein bietet hier einen kaum zu vergleichenden Schutz für den Tourenführer und seine Teilnehmer.

@Rene: Du warst beim ersten Übungsleiter Mountainbike als Teilnehmer mit am Start. Was hat dich damals dazu bewogen?
Ich habe bereits zwei Transalps für meine Sektion geführt und wollte mich selbst weiterbilden. Mit dem Hintergrund, durch eine offizielle MTB-Ausbildung beim Alpenverein ein klares Statement pro Mountainbike zu setzen. Außerdem wusste ich im Vorhinein, wer damals diesen Kurs leitete, und man geht halt doch gleich zum Schmied ...

@Rene: Heute – 5 Jahre später – bist du einer der neuen Ausbildner in unseren Reihen. Was treibt dich an, dein Wissen um das Thema weiterzugeben?
Eine Akzeptanz für unsere Sportart schaffen wir nur, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Jeder ausgebildete ÜL ist ein weiterer Multiplikator und trägt die Leidenschaft hinter unserem Tun in die weite Welt hinaus.

@Maria: Du warst eines der ersten Mädls in der UEL-MTB-Ausbildung und ab heuer verstärkst du unseren Trainerinnenanteil im Ausbildungsteam. Was ist deine Motivation am Rad?
Im Grunde fahr ich einfach gern Rad. Weil ich reintreten kann, um mich abzureagieren oder meditativ dahinkurbeln und den Kopf lüften. Ich mich bergab voll konzentrieren muss und andere Gedanken in meinem Kopf kein Platz mehr haben. Der Fahrtwind mein Gesicht streichelt und die Natur ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Der ganze Körper mitarbeiten muss und mich das so richtig ehrlich müde macht. Und weil es von Zeit zu Zeit einfach Spaß macht, sich komplett einzuschweinern und danach Rad und sich selbst mit dem Gartenschlauch zu duschen.

@Maria: Velochicks, Flowsisters, GravityGirls, muss man a „wuide Henn“ sein, um modernen MTB-Sport auszuüben?
Nein! Eine Frau kann auf alle Fälle eine Vollblutbikerin sein, ohne dafür ihren Mann stehen zu müssen. Mit den Kratzern an den Schienbeinen sollte Frau sich anfreunden, die lassen sich oft nicht vermeiden ; ).
Die Grazer Velochicks gibt es, damit Frauen unter Gleichgesinnten die Freude am Hobby ausleben können, ohne sich dabei gleichzeitig nach außen in einem männerdominierten Sport behaupten zu müssen. Für viele wirkt dieser „safe place“ sogar noch extra motivierend.

@Paul: Bitte um ein Schlusswort ...
… und hätte Buhl 170 mm Federweg gehabt, dann ist nicht auszuschließen, dass er das Rad deponiert hätte, um sich dann der Herausforderung der fehlerfreien Befahrung des Abstiegs auch noch zu stellen.
Zadnjič spremenil Thema, dne 11 Maj 2014 01:40, skupaj popravljeno 2 krat.
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Re: MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Matko » 12 Maj 2014 19:05

super! Lahko narediš OCR še za članek o Posočju?
Matko
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Re: MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Thema » 12 Maj 2014 22:10

Nisem ga sploh se utegnil pogledat, bom jutri.
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Re: MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Joc53 » 13 Maj 2014 15:21

Thema, se toplo priporočam še za Posočje, je že tako, da s tujimi mnenji včasih lažje prodremo kot z lastnimi.
Kolovozi so namenjeni vožnji :!:
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Re: MTB/planinci preko severne meje

OdgovorNapisal/-a Thema » 13 Maj 2014 21:16

Auf Partisanenpfaden
Mit dem Mountainbike von Klagenfurt nach Triest

Aus eigener Kraft die Alpen überqueren, einsame Pässe in karstiger Gebirgslandschaft und Trails wie aus dem Bilderbuch. So episch diese Beschreibung auch sein mag, so ausgelutscht ist sie nach 25 Jahren Alpencross. Kaum einer, der dieses Abenteuer nicht schon erlebt hat, kaum ein Pass, der noch nicht befahren wurde. Doch fern von ausgetretenen Pfaden gibt es noch einsame Routen.

Daniel Oberauner

Schockmomente am ersten Berg

Werners Gesicht ist kreidebleich und ausdruckslos. Er liegt im Schatten einer Fichte und wir flößen ihm abwechselnd Wasser und kleine Stückchen Energieriegel ein. Nichts geht mehr. Wenn er sich nicht erholt, wird es schwierig werden, ihn von diesem Berg runter zu bekommen, denn wir befinden uns mitten auf einer Alm am höchsten Punkt des heutigen Tages, und auf beiden Seiten wäre es eine lange Abfahrt, bis wir wieder auf die Zivilisation treffen. Eine dreiviertel Stunde später schaffen wir es doch, Werner stolpernd, sein Bike von Kollegen getragen, über die Wiese und die anschließenden Geröllfelder abzutransportieren. Die Forststraßenabfahrt – übrigens die einzige diese Woche – schafft er schon wieder aus eigener Kraft, steigt aber im Tal doch ins Begleitfahrzeug um. Leider bleibt es nicht bei dieser positiven Entwicklung. Die 37 °C-Hitzeschlacht und die finale Tragepassage auf den Frauenkogel forderten ihren Tribut und Werner muss nach dem Abendessen ins Krankenhaus nach Villach geliefert werden. Sonnenstich. Toller Start.

Europas schönster Wildfluss

Szenenwechsel. Die ganze Gruppe sonnt sich am Ufer der türkisblauen, aber eiskalten Soča und genießt die genialen Palačinken. Wir beobachten die unzähligen Forellen, die sich im Wasser tummeln, und freuen uns, obwohl wir eigentlich keinen Bissen mehr runterbekommen, schon aufs Abendessen. Nach einer heißen Auffahrt auf den Stol hat uns ein böser, reifenfressender Trail, der nur aus hellem Karstgestein zu bestehen schien, mitten in Kobarid ausgespuckt. Ein weiterer Tag auf unserer Sloweniendurchquerung liegt hinter uns. Und was uns besonders freut: Auch Werner ist nach einem Tag Pause wieder dabei. Was verschlägt uns überhaupt hierher? Nun ja, nachdem das Gebiet entlang der Soča es meinem Guidepartner Christoph und mir sehr angetan hatte und er die Trails an verlängerten Wochenenden mühevoll ausgekundschaftet hatte, machte er mir den Vorschlag, ihn bei einer Sloweniendurchquerung, organisiert für das Universitätssportinstitut (USI) Klagenfurt, zu begleiten. Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme, bot diese Tour auch mir die Möglichkeit, ausgetretene Pfade und „Standard Transalps“ hinter mir zu lassen.
Logistisch einfach zu organisieren, für Studenten bezahlbar, für Durchschnittsbiker machbar und maximaler Trailanteil; das waren die Ziele, die wir uns nach unserem ersten Gespräch selbst setzten. Als Startpunkt kam also nur Klagenfurt in Frage; als Ziel wählten wir wegen der verkehrstechnisch günstigen Lage Triest. Gepäcktransport mit dem USI-Bus, Mechaniker Gerd gleich mit dabei, kann eigentlich nichts mehr passieren.

Trailträume mit Albtraumkulisse

Nächster Tag. Über uns kreisen an die 20 Gänsegeier. Unglaublich, dass diese riesigen Vögel nur ca. eine Autostunde von der österreichischen Grenze entfernt noch so häufig sind. Ein bisschen mache ich mir direkt Sorgen um mein Weckerl, das ich beim Frühstück habe mitgehen lassen, aber mein ornithologischer Verstand sagt mir, dass die Tiere wohl eher auf Aas in Form toter Schafe als auf Schinken und Käse stehen. Der Krn, auf dessen Gipfel wir jetzt sitzen, ist auch ein beliebter Skitourenberg und einigen unserer 15 Teilnehmer schon gut bekannt. Umso ungläubiger schauen die alten Hasen, als Chris die Richtung weist. „Was da runter? Da gibt’s ja nicht mal einen Weg“, kommen die Kommentare. Und für manche wird es auch wirklich eher ein Abstieg als eine Abfahrt. Dabei haben wir in der Ausschreibung deutlich angemerkt, dass die Trails bis ungefähr S3 der Singletrailskala entsprechen. Wie auch immer, die meisten genießen den Downhill, der einige Schmankerln bereithält. Bis auf eine Bauchlandung und ein leicht angekratztes Ego kommen wir alle heil bei der Heiliggeist-Gedenkkirche Javorca an. Dieses komplett aus Holz gebaute Denkmal ist den gefallenen österreichisch-ungarischen Verteidigern des Schlachtfeldes der Isonzofront bei Tolmin (1915–1917) gewidmet. Überhaupt bietet unsere TransSlovenia einige kulturelle und geschichtliche Highlights, die wir am Wegesrand gerne mitnehmen. Stille Zeugen des Krieges sind beinahe allgegenwärtig, egal ob wir in alten Schützengräben Unterschlupf suchen, wenn es regnet, oder wir die Festung Kluže besichtigen.

Der Massentourismus hat uns wieder

Tag fünf. Plötzlich ist das Wasser lauwarm und schmeckt irgendwie salzig. Hunderte Ausflügler tummeln sich entlang der Promenade, es duftet nach Pinien und Espresso. Unser Empfinden ähnelt fast einem kleinen Kulturschock. Wir sind am Ende unserer Tour angekommen. Nach 300 km und ca. 6.000 Höhenmetern dümpeln wir im Meer vor Triest. Abends wird noch auf das Erlebte angestoßen und der Tag klingt wieder mal kulinarisch erstklassig aus, bevor wir uns mit dem Bus auf die Heimreise machen. Klagenfurt–Triest, jeden Tag Trailgarantie, fast keine Defekte, leistbar, inklusive Geschichtsunterricht und kulinarischen Genüssen – Mission geglückt. Und zu unser aller Freude hat es auch Werner geschafft.




Reise-Infos
Nützliches zur Reiseplanung und Infos zu den Autoren

Das Soča-Tal erreicht man von Kärnten am schnellsten über Tarvis und den Passo Prdil oder den Wurzen- und Vrsic-Pass. Von Klagenfurt nach Kobarid, das als Stützpunkt sehr gut geeignet ist, da es ca. mittig zwischen Bovec und Tolmin liegt. Die Trails sind durchwegs schwierig und das Karstgestein vor allem bei Nässe heimtückisch. Als ehemalige Frontlinie bietet die Region aber etliche Militärstraßen, die Biker bis nahe an die Gipfel bringen. Es lassen sich auch gut grenzüberschreitende Touren ins nahe Italien durchführen. Die Kulinarik nicht zu kurz kommen lassen!

Reisezeit: Die Gipfel sind oft schon früher schneefrei als in Österreich, und selbst wenn nicht, lohnen sich auch die Touren in niedrigerer Seehöhe. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, und im Karstgestein versiegt jeder Tropfen Trinkwasser. Bewirtschaftete Hütten wie bei uns gibt es äußerst selten. Unbedingt genug Verpflegung und Wasser mitnehmen.
trailproof führt die Tour 2014 wieder vom 26.–30. August durch.

Ausrüstung: Optimal ist ein Touren- bis All-Mountain-Fully mit 120 bis 140 mm Federweg. Aber auch mit weniger Hub und sogar Hardtails kann man seinen Spaß haben.

Karten: Karten des Slowenischen Alpenvereins (1:50000) oder die genaueren Tabacco Karten (1:25000)

Tourenguide: „Slowenien – 30 Mountainbiketouren im Soča-Tal“ von Perer Immich und Michael Kemmler. Erschienen im freiraus Verlag, 2011 (2. Auflage).

Unterkunft: Gostišce Jazbec: freundlicher, familiärer Betrieb mit gutem Essen und Radgarage. Der Besitzer ist selbst Biker und sein Sohn dauernd im Dirtpark in Livek unterwegs. http://www.jazbec.si/de

Camping Lazar: Schöner, ruhig gelegener Campingplatz direkt an der Soča. Die Palačinken sind ein Traum. http://www.lazar.si/de

Nützliche Links:
http://www.trailproof.com
http://www.usi.uni-klu.ac.at
http://www.mtb-slowenien.de

Infos zum Autor

Mag. Daniel Oberauner ist Lehrer für Bewegung und Sport sowie Englisch und Lehrbeauftragter an der BSPA Graz sowie dem USI Klagenfurt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Sagmeister ist er Mastermind von trailproof.com, einem Zusammenschluss von Mountainbiketrainern und -instruktoren, die vor allem Fahrtechnikkurse, aber auch Touren in Kärnten und dem angrenzenden Ausland anbieten.
http://www.trailproof.com
http://www.facebook.com/trailproof
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Pridružen: 03 Mar 2011 12:36


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